Die Angst vor der Angst

angstzeichenrechtsManchmal öffnet man Facebook und wird direkt einen Meter nach hinten katapultiert. Dann liest man von erfrorenen Obdachlosen, ertrunkenen Flüchtlingen, völlig realitätsfremd gewordenen Politikern mit hetzerischen Ideen, wie man Grenzen hochziehen und schützen könnte, anstatt sie zu öffnen und sichere Fluchtwege zu schaffen.

Man sieht Screenshots. Aussagen von Menschen, die sich nicht mehr hinter Synonymen verstecken. Deren Aussagen voll von Sexismus, Fremdenhass und Rassismus sind. Sieht die Forderungen und Aussagen dazu von AfD, PEGIDA und CSU. Aussagen, die zum Mainstream werden, wo alles was andersartig zu sein scheint, erst mal pauschal wieder vorverurteilt wird. Konnte ich mich Früher noch prima über unsere Bundeskanzlerin auslassen, so bin ich mittlerweile fast froh, dass es sie noch gibt. Und sie auch nicht, wie es viele abartige Menschen fordern, am Galgen hängt.

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Wie jedes Jahr, die Standard Weihnachtsgrüße per SMS/Message

Wie jedes Jahr ist Weihnachtszeit. Und irgendwann darauf folgt dann ein Jahreswechsel. Es ist zum Mäusemelken, man kommt da ja einfach nicht drum herum. Jedes Jahr aufs Neue.

Und klar, jedes Jahr gibt es ihn, den Weihnachtsstress. Weil man selbst noch schnell irgendwo etwas besorgen muss, oder einfach nur seinen normalen Dingen nachgehen möchte und sich durch die Weihnachtsbesorger genervt fühlt.

Seit den 90 gern trat zu allem Streß dann auch noch langsam das versenden von Kurzmitteilungen seinen Siegesweg an. Toll dachten sich da wohl einige Menschen. Kurzerhand schrieb man einfach einen kurzen Text und versendete ihn an all seine Kontakte auf dem Handy. Mit der Einführung von Messengern wurden diese Texte dann noch mit allerlei Emojis aufgehübscht. Schön bunt, mit Weihnachtsbäumen und Weihnachtsmannfratzen. Und vergesst mir ja die 20 scheiß Herzchen nicht !!!

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Welcome!

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Es ist Freitag und ich sitze neben ein paar Carabinieri draußen im hinteren Teil der Fähre, die mich nach Sizilien bringt. Daneben eine Tür, aus der plötzlich eine Gruppe Flüchtlinge kommt. Erst wenige, dann werden es immer mehr. Etwa drei Busse werde ich später zählen können. Darunter auch viele Frauen und Kleinkinder.

Sie sehen glücklich aus, alle lächeln mir immer wieder zu. Einige tanzen sogar, es ist eine ausgelassene Stimmung. Den Carabinieri bieten sie immer wieder Zigaretten an und machen Fotos, jeder mal neben jedem auf einer Sitzbank. Wie es Touristen eigentlich auch so tun. Doch die schauen weg und nehmen einen anderen Weg zum Ausblicks-Deck. Nur einige wenige verirren sich in diesen Teil des Schiffes und huschen mit gesenkten Köpfen schnell weiter.

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4 Uhr, jetzt im ernst!

4uhrWacht ihr nachts manchmal auch schweißgebadet auf und fragt euch, was aus den Pussycat Dolls geworden ist? Nein? Oh, ich dann auch nicht.

Manchmal wache ich jedoch auch schon um 4 Uhr auf. Einfach so.

4 Uhr, das ist auf einer handelsüblichen Uhr etwa dort, wo ein kleiner verschlafener Zeiger sich relativ lustlos nach unten hängen lässt, während sein größerer Freund, der Minutenzeiger, fit wie ein Sekundenzeiger nach oben zeigt. Als wolle er mir damit sagen, dass ich nun hopp hopp aufzustehen hätte. Um 4 Uhr. Einfach so. Einfach um dann festzustellen, das es noch verdammt früh ist.

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Auf einen Kaffee nach Potsdam

Gestern war mir etwas langweilig. Genauer gesagt, wusste ich nicht so recht, was ich am Besten grade mal anstellen könnte. Denn etliche größere Veranstaltungen in Berlin sind nicht immer so meins und das Wetter war halt eher mäßig.

So saß ich kurze später im Linienbus nach Potsdam. Einfach mal auf einen Kaffee. Schließlich war es auch Anfang der Neunziger, als ich zuletzt dort war. Und damals hätte ich der Stadt wohl nur bedingt das Prädikat „Sehenswürdig” verpasst. Jedoch hatte sie eine Menge Charme zu bieten.

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